Private Krankenvollversicherung (PKV): Erstklassige Medizin nach Maß

Während die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) vom Gesetzgeber jederzeit gekürzt werden können, bietet Ihnen die Private Krankenvollversicherung vertraglich garantierte Spitzenmedizin. Sie profitieren von modernsten Behandlungsmethoden, kurzen Wartezeiten und einem Schutz, der exakt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.

PKV vs. GKV: Wo liegen die entscheidenden Unterschiede?

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Das Leistungsprinzip

GKV: Die Leistungen müssen „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“ sein (Sachleistungsprinzip). Der Leistungskatalog kann durch Reformen gekürzt werden.

PKV: Sie schließen einen privatrechtlichen Vertrag ab. Die darin vereinbarten Leistungen (z. B. Chefarzt, Einbettzimmer, hochwertige Implantate) sind lebenslang garantiert und können nicht einseitig vom Versicherer gekürzt werden.

02

Die Beitragsberechnung

GKV: Der Beitrag richtet sich nach Ihrem Einkommen (Prozentualer Satz bis zur Beitragsbemessungsgrenze).

PKV: Der Beitrag basiert auf Ihrem Eintrittsalter, Ihrem Gesundheitszustand und dem gewählten Leistungsumfang. Das Einkommen spielt für die Beitragshöhe keine Rolle.

Wer kann in die Private Krankenvollversicherung wechseln?

Ein Wechsel in das System der PKV ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft:

Selbstständige & Freiberufler

Können sich unabhängig vom Einkommen privat versichern.

Angestellte

Wenn das Bruttojahreseinkommen die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) übersteigt.

Beamte & Anwärter

Profitieren durch die Beihilfe von besonders attraktiven Restkostenversicherungen.

Arbeitgeberzuschuss: Auch für Privatversicherte

Viele Angestellte wissen nicht: Auch in der PKV beteiligt sich der Arbeitgeber an Ihren Beiträgen. Er übernimmt in der Regel 50 % der Prämie (bis zum jeweiligen Höchstsatz der gesetzlichen Krankenversicherung). Ein großer Vorteil: Der Arbeitgeber bezuschusst in der PKV oft auch hochwertige Mehrleistungen wie das Einbettzimmer oder ein höheres Krankentagegeld – Leistungen, die GKV-Versicherte komplett selbst zahlen müssen.

Nelson Gomes - Private Krankenversicherung - Arbeitgeberzuschuss

Beitragsstabilität im Alter: Vorsorge mit System

Ein häufiges Vorurteil sind extrem steigende Beiträge im Alter. Seriöse PKV-Tarife wirken dem aktiv entgegen:

Altersrückstellungen

Ein Teil Ihres Beitrags wird verzinslich angesammelt, um Beitragssteigerungen im Alter abzufedern.

Gesetzlicher Zuschlag

Ein zusätzlicher 10 %-Zuschlag sorgt für weitere Stabilität ab dem 65. Lebensjahr.

Tarifwechselrecht

Innerhalb des Versicherers können Sie jederzeit in andere Tarife wechseln, um den Beitrag anzupassen.

Flexibilität durch Selbstbeteiligung (SB)

Durch die Wahl einer Selbstbeteiligung können Sie Ihren monatlichen Beitrag deutlich senken. Das ist besonders für junge, gesunde Versicherte oder Selbstständige attraktiv, da die Beitragsersparnis oft deutlich über der vereinbarten SB liegt.

Nelson Gomes - Private Krankenversicherung - Selbstbeteiligung

Unser Experten-Tipp zum Wechsel

Der Wechsel in die PKV will gut überlegt sein. Faktoren wie Familienplanung (Mitversicherung von Kindern) oder die langfristige Einkommensplanung spielen eine Rolle.

Wichtig: Kündigen Sie Ihre bestehende Versicherung erst, wenn Sie eine verbindliche Annahmezusage des neuen Versicherers vorliegen haben. Die Gesundheitsprüfung im Vorfeld erfordert absolute Sorgfalt und Ehrlichkeit.